Kerzendocht selber machen


Infos zur Herstellung von Kerzendochten

Kerzen verbreiten Gemütlichkeit und sind stimmungsvolle Dekoelemente, egal ob in den eigenen vier Wänden, auf der Terrasse oder dem Balkon. Selbst gemachte Kerzen sind dabei ein toller Hingucker und auch immer ein schönes Geschenk. Eigene Kerzen herzustellen ist gar nicht so schwer, doch ohne Kerzendocht geht es nicht. Der Docht ist zentraler Bestandteil jeder Kerze: Er wird angezündet, saugt das flüssige Wachs der Kerze auf und verdampft es mit Sauerstoff in der Kerzenflamme. Dochte für Kerzen kannst Du im Handel kaufen, einen Kerzendocht selber machen ist aber auch ganz einfach.

Kerzendochte - die verschiedenen Varianten
Grundsätzlich unterscheiden sich die zwei Arten Flachdocht und Runddocht, außerdem gibt es noch Spezialdochte.
Der Flachdocht
Ein Flachdocht setzt sich generell aus drei Bündeln von Baumwollfäden zusammen. Diese Fadenbündel sind gleich und werden je nach Fadenzahl bezeichnet: 3x7 bedeutet drei Bündel zu sieben Fäden, 3x12 heißt also drei Fadenbündel zu je zwölf Fäden. Gängig sind die Maße zwischen 3x7 und 3x24 Fäden, wobei für dickere Kerzen auch dickere Dochte verwendet werden.
Wie der Name schon sagt sind Flachdochte flacher und besitzen ein kleineres Volumen als Runddochte. Sie eignen sich für dünnflüssigere Wachse wie etwa Paraffin oder reines Stearin. Flachdochte sind die am häufigsten verwendeten Dochte.

Der Runddocht
Im Gegensatz zum Runddocht besteht der Flachdocht aus mindestens acht Bündeln von Baumwollfäden. Diese sind identisch und bilden ein rundes Geflecht mit einem Kernbündel in der Mitte. Wie auch beim Runddocht der Name schon sagt besitzt er eine runde Form und ein größeres Volumen als der Flachdocht. Dadurch ist er für dickflüssigere Wachse geeignet und wird meist für Bienenwachse genutzt. Beim runden Docht ist es wichtig, dass dieser in der richtigen Laufrichtung in die Kerze eingegossen wird. Die geflochtenen Stränge spreizen sich dann beim Abbrennen nach außen, so dass eine große und gleichmäßige Flamme entsteht.
Spezialdochte
Spezialdochte sind für besondere Kerzenarten geeignet und besitzen verschiedene Eigenschaften.
Ein Spezialdocht ist der eingewachste Docht mit Standplättchen, der in Schwimmkerzen, Gelkerzen und Windlichtern zum Einsatz kommt. Es gibt ihn in unterschiedlichen Längen sowohl als Flach- wie auch als Runddocht, je nach Dickflüssigkeit des Kerzenmaterials. Er besitzt einen Standfuß in Form eines Metallplättchens und behält dadurch beim Abbrennen mehr Standfestigkeit.
Gartendochte oder Fackeldochte sind spezielle Dochte, die nur im Freien verwendet werden. Sie eignen sich für Feuertöpfe oder Gartenfackeln und bestehen aus grob geflochtener Baumwolle. Die erzeugte Flamme ist normalerweise sehr groß, außerdem ist der Gartendocht widerstandsfähig gegenüber Wind und Regen. Alle Wachsarten können mit einem Fackeldocht verwendet werden.
Der Glasfaserdocht ist ebenfalls ein Spezialdocht aus Glasfaser. Er hat einen Durchmesser zwischen drei und zehn Millimetern besitzt. Er verbrennt nicht und eignet sich für Öllampen, aber auch für Stirlingmotoren und Brenner von Flammenfressern. Generell brennt der Glasfaserdocht mit Lampenöl, Brennspiritus oder Wachs.

Einen Kerzendocht selber machen - so hast Du Erfolg

Wenn Du nicht nur eine Kerze, sondern auch den Kerzendocht selber machen möchtest, ist das kein großer Aufwand. Du benötigst lediglich ein paar Materialien und schon kann es losgehen. Grundsätzlich brauchst Du für einen selbst gemachten Docht zunächst einmal Garn aus Baumwolle, flüssiges Wachs und eine Schere.

Der Baumwollfaden - wichtige Infos
Ein dicker Faden oder dickes Garn aus Baumwolle macht die eigene Herstellung eines Kerzendochts am einfachsten. Sogar Schnürsenkel oder Kordeln aus Pullovern sind als Dochte super geeignet. Wichtig ist nur, dass es sich wirklich um 100 Prozent Baumwolle handelt. Polyester- oder Kunststoffäden brennen nicht gleichmäßig und produzieren giftige Gase.
Hast Du keine entsprechend dicke Kordel oder dickes Garn zur Hand, kannst Du dieses ebenfalls selbst herstellen. Dabei verwendest Du dünne Baumwollfäden. Die Anzahl hängt vom Durchmesser der Kerze ab. Generell solltest Du 24 Fäden für eine Kerze mit zwei Zentimetern Durchmesser nehmen, bei vier Zentimeter Durchmesser also die doppelte Fadenanzahl. Die Fäden sollten ungefähr viermal so lang wie die Kerze sein, denn durch die Herstellung der Kordel verkürzen sie sich stark. Außerdem soll der Docht ja am Ende etwa einen halben Zentimeter aus der Kerze herausragen.

Einen Kerzendocht selber machen - zwirbeln oder flechten

Zur Herstellung des Dochtes aus einzelnen Baumwollfäden kannst Du diese entweder verzwirbeln oder verflechten, um am Ende eine entsprechend dicke Kordel zu haben.
Beim Flechten knotest Du die Fäden an einem Ende zusammen und bindest dieses an einem Punkt fest, zum Beispiel an einem Stuhl. Nun flechtest Du die äußeren Fäden immer abwechselnd über den mittleren Faden, so dass sich eine dickere Kordel ergibt. Achte darauf, dass Du die Fäden gleichmäßig übereinander legst, damit sich am Ende auch ein gleichmäßig dicker Docht ergibt. Schließlich verknotest Du die geflochtene Kordel an ihrem offenen Ende.
Beim Verzwirbeln der einzelnen Baumwollfäden verknotest Du die Enden ebenfalls wie beim Flechten und fixierst sie zum Beispiel an einem Stuhl.
Nun benötigst Du einen Stift, den Du in die Mitte der Schlaufe zwischen den Garnenden steckst. Diese musst Du dafür auf Spannung halten, damit der Stift nicht herausfällt. Drehe jetzt den Stift immer in eine Richtung, denn auf diese Weise verzwirbeln sich die Fäden miteinander. Am Ende nimmst Du das befestigte Ende ab und führst es mit dem anderen Ende zusammen. Auf diese Weise erhältst Du eine besonders dicke und stabile Kordel. Wichtig ist, dass du die Kordel mit einem Knoten schließt, damit sie sich nicht wieder aufdrehen kann. Mit der Hand kannst Du an der Kordel entlang streichen und diese so gleichmäßig glätten.

Der letzte Schritt - das Wachs

Wenn Du einen Kerzendocht selber machen willst, benötigst Du am Ende flüssiges Wachs, um die Herstellung abzuschließen.
Alte Kerzenreste oder Bienenwachs Pastillen sind gut geeignet und werden ganz einfach erhitzt, bis das Wachs flüssig ist. Nun tauchst Du den geflochtenen oder gezwirbelten Docht in das flüssige Wachs. Dabei solltest Du etwa eine Minute warten, damit sich der Docht völlig mit dem Wachs vollsaugt und gut brennt. Am Ende solltest Du eine dünne Wachsschicht um den Docht herum erkennen können.
Zum Schluss trocknest Du den Docht am besten gerade hängend, damit er nicht krumm wird. Nach etwa einer Stunde ist der Docht trocken und kann in die Kerze eingearbeitet werden. Mit einer Schere kannst Du ihn noch auf die passende Länge kürzen.

Wir wünschen euch viel Spass und viel Erfolg, beim Kerzendochten herstellen.

 

Eure Kerzengurus


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